Zwischenahner Meer

Als "Perle des Ammerlandes" wird das Zwischenahner Meer auch bezeichnet - und das sicherlich zu Recht. Eingebettet in eine wunderschöne Naturlandschaft ist der drittgrößte Binnensee Niedersachsens beliebtes Ziel von Gästen von Nah und Fern. 526 Hektar Seefläche sind zudem Eldorado der Wassersportler. Der See hat übrigens eine Tiefe von bis zu 5,50 Metern; darunter befindet sich aber in der Regel eine meterdicke Faulschlammschicht.

Die Bezeichnung als "Meer" begründet sich in norddeutschen Sprachgegebenheiten - so heißt es ja auch "Nordsee" obwohl es im "normalen" deutschen Sprachgebrauch wohl eher als "Meer" bezeichnet werden müsste! Interessant ist die Entstehung des Zwischenahner Meeres.

Neben sagenhaften Legenden wird das "Meer" wissenschaftlich auf den durch Salzablaugung bedingten Einsturz eines aus dem Untergrund aufragenden Salzstockes zurückgeführt. Salzstrukturen gehören zu den typischen Bestandteilen des Untergrundes in Niedersachsen, weil dieser heute norddeutsche Raum vor Millionen von Jahren ein abgetrenntes Meeresbecken war, dessen Wasser unter warmem Klima verdunstete.

Doch zurück zur Gegenwart und zur Oberfläche: Wassersportler freuen sich über ihr attraktives Revier, wobei Motorboote auf dem See aber grundsätzlich verboten sind.

Zum Befahren des Sees ist der Nachweis einer Anmeldeplakette erforderlich, die wiederum einen festen Liegeplatz voraussetzt. In den Monaten Oktober bis einschließlich März besteht übrigens zur Schonung der Wasservögel und der Natur ein Winterfahrverbot.